Endlich: Nach langer Wartezeit (nun ja, im November das letzte Mal als DJ in der Registratur erlebt) kam Alec Empire endlich wieder nach München, um dieses Mal mit Band sein neuestes Album The Golden Foretaste of Heaven vorzustellen, nachdem der ursprüngliche Termin im Februar ja abgesagt werden musste.
Beginn war laut Karte um 21 Uhr, aber als ich gegen 20.45 das Ampere (Teil des Muffatwerks) betrat, war es erst zur Hälfte gefüllt, was mich doch etwas überrascht hat. DJ Mooner legte bereits relativ laut Electro auf. Erstmal ein aktuelles Empire Tourshirt am ziemlich gut bestückten Merchandising-Stand erstanden.
Gegen 21.15 ging es dann los mit der Vorband The Big Pink und im Ampere war nun doch recht ordentlich was los. Noch nie was von denen gehört, eine Band, die aus drei Personen bestand, zwei Herren an Gitarre und Bass und eine Dame an den Synthies: Das bedeutete ganze 40 Minuten Lärm und endlose Gitarren-Noiseattacken, begleitet von Gesang, der mich etwas an Noel Gallagher erinnerte, sowie elektronischen Spielereien, die leider zu sehr im Hintergrund waren. Auf jeden Fall war ich froh, als es endlich vorbei war. Für eine unbekannte Vorband waren sie außerdem erstaunlich unkommunikativ, es fiel nicht ein einziges Wort in Richtung Publikum und war daher recht unpersönlich.
Dann endlich gegen 22.30 Uhr ging es los mit Alec Empire und
seiner Band The Hellish Vortex. Nachdem ich ihn mit Band bereits vor Nine Inch Nails im September erleben konnte, hatte ich eher eine 5-Mann-Band erwartet, mittlerweile scheint die Band aber nur noch aus der wie immer genialen Nic Endo und einem Gitarristen zu bestehen (derselbe, der bereits vorher bei The Big Pink für Gitarre und Gesang verantwortlich war). Nun denn.
In den nächsten ca. 70 Minuten gaben Alec & Band dann das komplette aktuelle Album plus eine Handvoll Songs der beiden Vorgängeralben zum Besten, und zwar wie immer in Höchstform und v.a. im zweiten Teil der Show auch entsprechend härter, so dass das Publikum auch richtig abging.
Hier mal die Setlist:
1. Ice (If She Could Steal a Piece of My Glamour)
2. Death Trap in 3D
3. Robot L.O.V.E.
4. If You Live or Die
5. Down Satan Down
6. Bug on My Windshield
7. No/Why/New York
8. New Man
9. The Ride
10. Addicted to You
11. Kiss of Death
12. On Fire
13. 1000 Eyes
Klasse, das geniale aktuelle Album endlich live hören und sehen zu können. Viel elektronischer und weniger hart als früher springt jedoch der Funke nicht so richtig beim Publikum über, los geht es erst beim Highlight des neuen Albums, "New Man". Ab dann und die restlichen Songs geht der Punk dann richtig ab. Alec bezeichnet München noch als "Rock City" und schiebt noch hinterher, dass er es wirklich ernst meine (danke Alec!), bevor nach "On Fire" eine geniale 10-minütige Sound-Noise-Wand den Gig in den letzten Song "1000 Eyes" übergehen lässt, neben "New Man" mein zweiter Lieblingssong des neuen Albums.
Heute einen Tag später pfeifen meine Ohren immer noch. Ein gutes Zeichen - ein super Abend mit sympathischem Alec Empire & Band ist leider wieder vorbei, aber ich bin wie immer das nächste Mal wieder mit dabei. Einziger Kritikpunkt: Es hätte noch etwas länger gehen können und Alec dürfte gerne noch ein paar mehr Sachen aus den Vorgängeralben mit einfliessen lassen - Material gibt es ja genug!
Donnerstag, 3. April 2008
Alec Empire im Ampere in München, 2.4.2008
Eingestellt von
mercury666
um
21:21
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Tags: Musik
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